1. Die Aufgabe des Motivs festlegen
Die Bildwelt kann ein Veranstaltungsthema aufgreifen, ein Produktumfeld erklären oder einen persönlichen Erinnerungsmoment gestalten. Diese Ziele führen zu unterschiedlichen Motiven. Eine Agentur sollte deshalb zunächst beschreiben, welche Verbindung zwischen Gast, Marke und Kampagne sichtbar werden soll.
Beim WPP-Beispiel trägt die Sommerwelt das Veranstaltungsthema. Das Eventbranding im Postkartenlayout gibt dem Ergebnis einen klaren Absender. Für ein anderes Firmenevent kann eine andere Kulisse sinnvoll sein. Ein bekanntes Motiv wird nicht automatisch auf jede Marke übertragen.
2. Ein Creative Brief mit konkreten Entscheidungen
Hilfreich sind ein kurzer Konzepttext, freigegebene Markenelemente und wenige visuelle Referenzen. Die Beispiele sollten erklären, welche Atmosphäre, Farben und Bildausschnitte gewünscht sind. Widersprüchliche Referenzen werden vor dem Looktest geklärt.
| Angabe | Was sie klärt |
|---|---|
| Anlass und Publikum | Welche Bildidee zur Veranstaltung und zu den Gästen passt |
| Motiv und Tonalität | Welche Umgebung, Stimmung und Bildwirkung gewünscht sind |
| Markenelemente | Welche Logos, Farben und Texte freigegeben sind |
| Einzel- oder Gruppenaufnahme | Welche Personenanzahl im gewählten Ablauf geprüft werden muss |
| Ausgabe | Ob Smartphone-Datei, Druck oder beides benötigt wird |
| Freigabeweg | Wer über Testmotive und Layout entscheidet |
3. Den Look mit passenden Beispielen testen
Vor dem Einsatz werden die geplanten Motive anhand geeigneter Testaufnahmen beurteilt. Wichtig sind die erkennbare Person, der Bildausschnitt und die Verbindung zur Kulisse. Ein Motiv, das mit einer Einzelperson funktioniert, muss für eine Gruppe erneut geprüft werden.
Die Freigabe benennt, welche Varianten zum Event gehören. Sie beschreibt auch, welche Ergebnisse eine Überprüfung oder Wiederholung benötigen. KI-Ergebnisse können variieren; ein einzelnes gelungenes Testbild ist keine Zusage für eine identische Ausgabe jeder Aufnahme.
4. Markenlayout und Motiv getrennt abstimmen
Das WPP-Postkartenbeispiel zeigt zwei Gestaltungsebenen: das persönliche KI-Motiv und das wiederkehrende Eventlayout. Das Layout trägt die Markenbeziehung auch dann, wenn die persönliche Szene variiert. Logos, Beschriftungen und freie Flächen werden deshalb am tatsächlichen Ausgabeformat geprüft.
Für Druck und Smartphone kann eine andere Platzierung sinnvoll sein. Auf einem kleinen Display muss die Gestaltung verständlich bleiben. Wird eine vollständige Postkarte gezeigt, sollte sie als solche erkennbar sein; ein Ausschnitt des KI-Motivs erklärt eine andere Ebene des Ergebnisses.
5. Die Ausgabe zum Eventablauf passend wählen
Digitale Ausgabe, Postkartendruck und persönliche KI-Videos sind eigene Bausteine. Welche davon zum Einsatz kommen, wird anhand von Gästezahl, Laufzeit, Standort und gewünschtem Erlebnis vereinbart. Eine zusätzliche Druck- oder Videooption gehört in das Produktionsbriefing.
Die Planung verbindet Aufnahme, Verarbeitung und Ausgabe. Die benötigte Fläche und Betreuung werden mit der Location abgestimmt. Wie schnell der konkrete Ablauf funktioniert, wird am gewählten System und Motiv geprüft; aus einem vorhandenen Ergebnisbild lässt sich keine Kapazitätsgarantie ableiten.
Checkliste für Ihr Briefing
- Kampagnenthema und gewünschte Gästeerfahrung beschreiben
- Freigegebene Logos, Farben und Texte bereitstellen
- Einzel- und Gruppenmotive im passenden Looktest prüfen
- Smartphone-Ausgabe und Drucklayout getrennt beurteilen
- Verantwortliche für Gestaltung und Freigabe festlegen
- Stationen, Betreuung und Ausgabe mit dem Eventablauf abstimmen

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